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29.10.2008 - Psychologie
Verführung in
Rot
Die Farbe erhöht die Anziehungskraft von Frauen
Rot macht Frauen für Männer attraktiver. Das ergab
eine Untersuchung der US-Psychologen Andrew Elliot und Daniela Niesta,
in der die beiden Wissenschaftler Männer mit Bildern von Frauen
konfrontierten. Das Ergebnis war eindeutig: Selbst wenn auf den Bildern
identische Frauen abgebildet waren, beurteilten die Männer die
Dargestellten als attraktiver, wenn auf dem Bild die Farbe Rot präsent
war. Für die Forscher ist dies ein Beleg, dass der Sexualtrieb von
Männern nach wie vor von primitiven Instinkten bestimmt wird, denn auch
verschiedene Affen reagieren mit besonderer Erregung auf die Farbe Rot.
Nähern sich weibliche Schimpansen oder Paviane ihrer fruchtbaren
Phase, so signalisieren sie ihre Paarungsbereitschaft über die
Rotfärbung bestimmter Körperpartien. Dementsprechend stark reagieren
männliche Primaten auf diese Farbe, erläutern die Psychologen. Um
herauszufinden, ob dieser Trieb auch beim Menschen noch erhalten ist,
unterzogen sie ihre männlichen Probanden insgesamt fünf Versuchen.
In allen Tests mussten die Männer Bilder von Frauen betrachten. Die
Bilder waren dabei vor allem nach ihrer Farbwirkung ausgewählt – mal
waren die Fotographien farbig umrandet, mal trugen die abgebildeten
Frauen farbige Kleider. Dazu stellten die Forscher den Männern Fragen
wie beispielsweise: "Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Rendezvous
mit dieser Frau und 100 Dollar in der Tasche. Wie viel Geld wären Sie
bereit, für Ihre Verabredung auszugeben?"
Die Farbe Rot wirkte dabei wie ein Aphrodisiakum, konstatieren die
Forscher. Frauen auf Bildern mit roter Farbe wirkten stets attraktiver
und sexuell reizvoller auf die Männer. Auf Frauen dagegen hatte Rot
keinen derartigen Einfluss – sie beurteilten die Attraktivität anderer
Frauen unabhängig davon, ob Rot auf dem Bild vorhanden war oder nicht.
Aber auch auf Männer verlor Rot seine Wirkung, sobald es um etwas
anderes ging als körperliche Anziehung: Fragten die Forscher danach,
wie es um die Intelligenz oder Freundlichkeit der abgebildeten Frauen
bestellt sei, so hatte Rot keinen Einfluss auf die Meinung der Männer.
Andrew Elliot und Daniela Niesta (Universität von Rochester):
Journal of
Personality and Social Psychology, Bd. 95, Nr. 5, S. 1150.
ddp/wissenschaft.de – Markus Zens
13.03.2007 - Psychologie
Ansprechender Hüftschwung
Studie: Bewegungen tragen stark zur
Attraktivität eines Menschen bei
Sexappeal lässt sich nicht auf Körpermaße wie breite Schultern oder
eine Wespentaille reduzieren: Sich mit femininem Hüftschwung bewegende
Frauen wirken attraktiver als solche, die machohaft ihre Arme bewegen,
haben amerikanische Forscher in Tests mit geschlechtslosen
Trickfilmfiguren gezeigt. Nach den Ergebnissen ist die Wahrnehmung von
Attraktivität komplexer als bisher angenommen, denn den sozialen
Informationen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Ein Mensch wirkt
demnach besonders attraktiv, wenn seine Bewegungen und sein Verhalten zu
seinem Äußeren und zu seinem biologischen Geschlecht passen.
In einer Studie beurteilten freiwillige Teilnehmer die Attraktivität
von computeranimierten Trickfilmfiguren. Die schlichten,
menschenähnlichen Charaktere waren nicht als Frauen oder Männer zu
identifizieren und unterschieden sich lediglich im Verhältnis von
Taillen- zu Hüftumfang und in ihrer Art, sich zu bewegen. Als
attraktiv bewerteten die Probanden einerseits Figuren mit enger Taille
und breiter Hüfte, die sie beim Gehen seitlich schwangen, und
andererseits Figuren mit gleichem Taillen- und Hüftumfang, die in
stolzem Gang die Schultern vor- und rückwärts bewegten.
In vielen westlichen Gesellschaften werden Frauen mit Wespentaille von
Männern bevorzugt, wie frühere Forschungsarbeiten zeigten. Dieses
Verhalten hat sich einer Hypothese zufolge in der Evolutionsgeschichte
herausgebildet, weil die Körperform auf Gesundheit und Fruchtbarkeit
der Frau hinweise. Das Schönheitsideal gilt jedoch nicht in allen
Kulturkreisen, weshalb die Theorie stets umstritten war. Kerri Johnson
und Louis Tassinary zeigen nun, dass sich Ideale nicht mit einfachen
Formeln wie dem Taillen-Hüft-Verhältnis messen lassen. Zur
Attraktivität trage auch bei, sich den kulturellen Vorstellungen von
Weiblichkeit und Männlichkeit entsprechend zu verhalten, sagen die
Wissenschaftler.
Kerri Johnson (Universität New York) und Louis Tassinary
(A&M-Universität, College Station):
PNAS, Bd. 104, S.
5246
ddp/wissenschaft.de – Fabio Bergamin
© wissenschaft.de, Konradin
Relations GmbH 2006
Männerschweiß macht Frauen
froh -
Forscher finden
menschliches Pheromon
07.02.2007 - Biologie
Kalifornische Forscher haben ein
menschliches Pheromon identifiziert: Wenn Frauen ein bestimmtes
Testosteron-Abbauprodukt namens Androstadienon riechen, verbessert
sich ihre Stimmungslage und sie reagieren leicht erregt. Das
spiegelt sich auch in ihrem Hormonhaushalt wider, entdeckten die
Wissenschaftler. Sie bestätigen damit die Vermutung, dass das im
Männerschweiß ausgeschiedene Androstadienon bei Menschen als so
genanntes
Pheromon
wirkt. Pheromone sind Duftstoffe, mit denen Lebewesen untereinander
auf biochemischem Weg kommunizieren. Bisher war es umstritten, ob
Menschen überhaupt auf Pheromone ansprechen.
Claire Wyart und ihre Kollegen ließen
21 junge Probandinnen an einer geringen Menge reinem
Androstadienon oder an einer ähnlich riechenden Kontrollsubstanz
schnuppern. Die Wissenschaftler erfassten dabei Körperfunktionen
wie Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz, stellten den Probandinnen
Fragen zur Gemütsverfassung und bestimmten in ihrem Speichel die
Konzentration von
Cortisol, einem klassischen Stresshormon. Wenn die
Probandinnen das Androstadienon rochen, erhöhten sich ihre
Stimmungslage und ihre körperliche Erregung, was sich auch über
die erhöhte Cortisol-Konzentration im Speichel messen ließ.
Ob Androstadienon die Cortisol-Produktion allerdings direkt
beeinflusst und die erhöhe Stimmung eine Folge der erhöhten
Cortisol-Konzentration ist, oder ob umgekehrt Androstadienon die
Laune beeinflusst und das zu erhöhten Cortisol-Werten führt,
können die Wissenschaftler noch nicht sagen. Ebenso machen sie
darauf aufmerksam, dass Schweiß ein komplexes Gemisch ist und
Androstadienon keineswegs das einzige darin enthaltene Pheromon
sein muss.
Es ist schon seit längerem bekannt, dass Tiere über Duftstoffe
kommunizieren. Ihnen dienen die so genannten Pheromone als
Sexuallockstoffe, als Erkennungsmerkmale, zur Alarmierung oder zur
Markierung. Ebenso gab es bereits Hinweise darauf, dass auch
Menschen auf Duftstoffe reagieren – etwa auf solche im Schweiß des
bevorzugten Geschlechts. Es wurde jedoch nie geklärt, welcher
Schweißbestandteil solche Pheromonqualitäten hat. Wyart und ihre
Kollegen konnten nun eindeutig zeigen, dass Androstadienon auf
Menschen als Pheromon wirkt: Allein sein Geruch hat einen
messbaren Einfluss auf menschliche Körperfunktionen.
Claire Wyart (Universität von Kalifornien, Berkeley) et
al.: Journal
of Neuroscience, Bd. 27, S. 1261
ddp/wissenschaft.de – Fabio Bergamin
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Französisch für Anfänger
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Henrik (François Göske) findet Frankreich uncool. Allen voran seinen
affektierten Französischlehrer Monsieur Nouvelleville (Christian Tramitz), der
ihn ständig schikaniert. Als Henrik jedoch Valerie (Paula Schramm) kennen lernt,
trifft es ihn mitten ins Herz. Er ist so verliebt, dass er in ihrer Nähe kaum
einen Ton rausbringt. Als wäre das nicht schon peinlich genug, outet sich Henrik
auch noch als Frankreichgegner. Nichts ahnend, dass Valerie Halbfranzösin ist!
Quel malheur! Die Chancen auf ein Date liegen plötzlich unter Null. Wäre da
nicht das deutsch-französische Austauschprogramm ...
Mit den beiden Hauptdarstellern François Göske („Das Fliegende Klassenzimmer",
„Bergkristall") und Paula Schramm („Schloss Einstein") konnte der junge
Regisseur und Drehbuchautor Christian Ditter zwei erstklassige
Nachwuchsschauspieler gewinnen, die das Lebensgefühl der ersten Liebe mit
ungewolltem Witz aufrichtig vermitteln können. Erinnerungen an weiche Knie,
Herzrasen und Flugzeuge im Bauch werden sofort wieder wach.
In den Nebenrollen überzeugen Lennard Bertzbach („Die Wilden Kerle 2") und
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Warum flirten sie erst mal und lassen einen dann abblitzen?
Da haben Sie seit Stunden Augenkontakt mit dieser tollen Brünetten am
Nebentisch, überlegen sich schon genauso lange einen coolen Satz, um sie
anzusprechen – und dann ernten Sie eine patzige Antwort. Des Rätsels Lösung:
Ihr Einstieg war einfach zu gut. Der Verhaltensforscher C. L. Kleinke hat
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der (scheinbar) routiniert flirtet, stempelt sich in ihren Augen selbst ab
als Hallodri, der sie nur ins Bett kriegen will.
Vergessen Sie also alle witzigen Bemerkungen und die feurigen Komplimente
– in Kleinkes Studien hatten viel schlichtere Strategien am meisten Erfolg.
Entweder man gibt etwas Persönliches preis ("Es ist mir sehr peinlich, aber
ich musste Sie unbedingt ansprechen“) oder man sagt etwas furchtbar Schlaues
wie "Naaa?“ Am besten kommt der banalste Spruch
aller Zeiten an: "Hi, ich bin Karsten, und wie heißt du?“
Umarmung nicht jedermanns Sache
Eine Umarmung zur Begrüßung gehört zum Umgangsrepertoire unter
Freunden. Dennoch ist eine Umarmung nicht jedermanns Sache. Manche
Menschen brauchen ihren Distanzbereich. Schreckt der andere bei
Annäherung zurück, zieht er den Nacken nach hinten oder macht er gar
einen Ausfallschritt, sollte auf die Umarmung verzichtet werden.
Irritiert zeigen sich unter Umständen auch Menschen aus anderen
Kulturkreisen - etwa Briten oder Japaner. (dpa)
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04.03.2008 - Gesellschaft
Duzen oder Siezen? Nach wie vor steckt
in dieser Frage viel kritisches Potenzial
Unangenehme Überraschungen in der Anrede sind
durch wechselnde Normen heute vorprogrammiert
Das Duzen durchlief von den Anfängen der deutschen Sprache bis heute
verschiedene Stadien der Wertschätzung und Bedeutung. Wo sich früher alle
duzten, taten das bald nur noch die niederen Ränge. Zwischenzeitlich sogar aus
Familien verbannt, feierte das Du während der Studentenbewegung ein Comeback.
Heute ist es überall zu finden und steht dabei nicht mehr nur für Nähe,
Vertraulichkeit oder Herablassung, sondern drückt oft ein ganzes Lebensgefühl
aus.
Auf gute Anrede folgt guter Bescheid, sagt schon ein deutsches Sprichwort.
Was an und für sich ein guter und auf den ersten Blick simpel zu befolgender
Ratschlag ist, kann sich in der Praxis als problematisch erweisen. Wo früher
feste Regeln und Normen die korrekte Form der Titulierung vorgaben, ist der
heutigen Generation mehr Spielraum gegeben – und gleichzeitig mehr Raum für
Fehler. Wo das "Du" für den einen Nähe und Vertraulichkeit ausdrückt, hört
der andere Herablassung und den Versuch der Dominanz. Dreißigjährige zum
Beispiel fühlen sich eher geschmeichelt, wenn sie von Jüngeren geduzt
werden, aber gönnerhaft behandelt, wenn dies Ältere tun. Wo also steht das
Du heute im Gefühl der Deutschen?
Bis in die 60er Jahre hinein siezten sich schon 16- bis 17-Jährige
gegenseitig als Zeichen ihres Status als junge Erwachsene. Mit den
Studentenbewegungen Ende der 60er verschob sich die Altersgrenze dafür aber
immer weiter nach hinten, erst zehn, dann 15 Jahre. Heute, hat der Linguist
Leonhard Kretzenbacher von der Universität in Melbourne herausgefunden, gibt
es überhaupt keine feste Grenze mehr: "Viel wichtiger als das absolute Alter
ist bei der Anrede der Altersunterschied der beiden Gesprächspartner",
erklärt er gegenüber ddp. "Er entscheidet über die Verwendung von "du" und
"Sie" und darüber, ob sich die Menschen korrekt angesprochen fühlen."
Besonders viele (un)angenehme Überraschungen in der Anrede gebe es deshalb
vorwiegend in der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren. "Dies ist ein
Alter", so Kretzenbacher, "wo das Selbstbild und das Fremdbild in Bezug auf
die eigene Jugendlichkeit prekär wird." Werden Dreißiger von Jüngeren
gesiezt, werten sie das demnach meist nicht als ein Zeichen des Respekts,
sondern eher als unwillkommene Anerkennung des eigenen "hohen" Alters.
"Man kann in einigen Situationen auch zu Anfang festlegen, als welcher
Mensch man eingeführt werden möchte", erklärt Linguist Gerhard Augst,
ehemals von der Universität Siegen. "Zieht man zum Beispiel in ein Dorf,
kann man entweder einen auf Kumpel machen oder sich mit "Ich bin der Herr
Professor" vorstellen. Einmal festgelegt, ist in diesem Fall später nichts
mehr zu ändern."
In anderen Situationen könne die Anrede noch geändert werden, so Augst. Er
empfiehlt, dafür unbedingt die erste Gelegenheit zu nutzen. In der Firma
kann dies die Weihnachtsfeier sein, in der Nachbarschaft das erste
Straßenfest. Gehe man nämlich nicht schnell genug vom Sie auf das Du über,
so der Sprachwissenschaftler, steige der Druck, es beim Sie zu belassen.
Irgendwann trete ein Gewohnheitseffekt ein und es werde immer befremdlicher,
den Anderen mit Du anzusprechen.
Die alten Germanen wussten eben doch, warum sie sich gegenseitig nur duzten.
Dieser Zustand der relativen Einfachheit hielt allerdings nur bis ins achte
und neunte Jahrhundert nach Christus, wo für Höhergestellte die Anrede mit
"Ihr" hinzukam. "Die Mehrzahl drückte Folgendes aus", erklärt Augst: "Du
bist so hochgeschätzt, dass die Anrede als eine Person nicht ausreicht, um
deinen Wert zu vermitteln."
Martin Luther zum Beispiel, so berichtet der Sprachwissenschaftler Armin
Kohz in seinem Werk "Linguistische Aspekte des Anredeverhaltens", duzte
seinen Sohn Hans, fühlte sich aber verpflichtet zum Ihrzen überzugehen, als
dieser sein Magisterexamen bestand. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich dann
im sogenannten Erzen, bei dem Männer mit "Er" und Frauen mit "Sie"
angesprochen wurden, eine dritte Form der Anrede. "Knechte", so Augst,
"waren gesellschaftlich so niedrig, dass sie nicht einmal mit Du angeredet
werden konnten."
Das Siezen schließlich verbreitete sich im 19. Jahrhundert, als die
feudalherrschaftliche Gesellschaft demokratisiert und egalisiert wurde. Mehr
als alles andere war es wahrscheinlich eine Kompromisslösung, da der Adel
sich einerseits nicht duzen lassen wollte, das "Ihr" innerhalb der normalen
Bürgerschaft aber auch nicht durchzusetzen war. Das gegenseitige Duzen war
damit zu einem vorläufigen Ende gekommen. Erst die Studenten befreiten es in
den 60er Jahren wieder aus dem familiären Umfeld und machten es wieder
gesellschaftsfähig.
Heute gibt es, außer in sehr formellen Begegnungen, kaum noch Situationen,
wo die Anrede über Wohl oder Wehe entscheidet. Eine Ausnahme hierzu hat
Psychologe und Allgemeinmediziner Wolfgang Ladenbauer ausgemacht: Es gebe
Situationen, wo das Siezen mitunter sehr wichtig sei. Der Vizepräsident des
österreichischen Bergrettungsdienstes beschäftigte sich mit der
psychologischen Ersten Hilfe bei Bergunfällen und stellte dabei fest, dass
gegenseitiges Duzen zwischen Retter und Hilfsbedürftigem in vielen Fällen
Vertrauen schafft, einige Frauen und vor allem junge Männer aber trotzdem
lieber gesiezt werden wollten. "Bei jungen Männern ist die Autonomie eine
wichtige Frage", erklärt Ladenbauer dieses Phänomen, "Verletzungen bedeuten
aber einen Kontrollverlust und damit eine Beeinträchtigung der Autonomie."
Durch Siezen stärke das Gegenüber in diesem Fall das angeknackste
Selbstbewusstsein der jungen Erwachsenen.
Bücher:
Gerhard Augst: "Zur Syntax der Höflichkeit (Duzen – Ihrzen – Siezen als
sozio- und pragmalinguistisches Phänomen)". In: "Sprachnorm und
Sprachwandel. Vier Projekte zu diachroner Sprachbetrachtung", Aula-Verlag
1977, ISBN-10: 389104075X, 11,85 Euro.
Werner Besch: "Duzen, Siezen, Titulieren. Zur Anrede im Deutschen heute und
gestern", Vandenhoeck & Ruprecht 1998, ISBN 3-525-34009-5, 10,90 Euro.
ddp/wissenschaft.de – Livia Rasche
© wissenschaft.de, Konradin
Relations GmbH 2006

Berlinale 2005
"Hitch - Der Date Doktor"
-> "Jungs, seid ein bisschen kreativ"
Will Smith spielt "Hitch", eine Art Berater für
Verabredungen. Hitch trainiert schüchterne Männer, dicke Männer, hektische
Männer, Machomänner, damit die beim ersten Date, beim zweiten Date und zum
Kuss beim "spätestens" dritten Date alles richtig machen und ihre Herzdame
erobern. Er selbst verguckt sich in Sara (Eva Mendes). Und da laufen alle
sein "Grundprinzipien" aus dem Ruder.
http://www.sonypictures.de/index.html/landing/hitch/index.html
-
Das
Geheimnis des Schachspielers
Will Smith rät, beim ersten Date lieber
etwas zu verabreden, was man wirklich kann. "Wenn ihr kein Tennis spielen
könnt, verabredet Euch nicht zum Tennis. Ihr lauft Gefahr, euch lächerlich
zu machen!" Eva Mendes erinnert sich an ein Date mit einem Typen, "von dem
alle wissen wollten, was ich an dem finde." Das Geheimnis war Schach.
"Wenn der am Schachbrett saß, war er hinreißend!"
-
"Sei nicht zu
sexy!"
Bei der ersten Verabredung mit einem Mann sollten Frauen nach
Ansicht von Top-Model Amber Valletta nicht zu dick auftragen. "Sei nicht
zu sexy, damit sendest du falsche Signale aus", riet Valetta. Die Männer
müssten Gelegenheit haben, Phantasien zu entwickeln. "Ganz wichtig: wenig
Make-up. Lass ihn sehen, wer du bist." Einen Tipp hat Valetta auch für das
Timing der Verabredung; "Wenn du nervös bist, verabrede dich am besten
tagsüber, das ist entspannter."
| 03.01.2005 - Psychologie
Attraktive Blicke
Augenbewegungen verraten
Aufmerksamkeit und sind wichtig für soziale Kontakte
Wer bei einer Begegnung mit einem anderen Menschen zunächst seinen Blick
durch den Raum schweifen lässt und die Augen dann auf sein Gegenüber
richtet, wirkt besonders attraktiv und sympathisch. Das haben
amerikanische Psychologen in Tests mit 68 Studenten nachgewiesen. Wie
stark das Urteil des Gegenübers dabei von der Blickrichtung beeinflusst
wird, hängt von der Beziehung zwischen den beteiligten Personen ab. Das
berichten Malia Mason und ihre Kollegen vom Dartmouth-College in Hanover
(USA) in der Fachzeitschrift
Psychological Science (Ausgabe vom März 2005).
Die Psychologen zeigten den Teilnehmern auf einem Bildschirm die
Gesichter von Frauen mit neutralen Gesichtsausdrücken. Diese Bilder
waren so verändert, dass die Augen entweder zuerst zur Seite gewandt
waren und sich nach einer gewissen Zeit auf den Betrachter richteten
oder umgekehrt. Anschließend baten die Forscher die Probanden zu
beurteilen, wie sympathisch und wie attraktiv sie die Frauen fanden.
Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Teilnehmer bewerteten die
dargestellten Frauen als sympathischer, wenn diese ihnen scheinbar den
Blick zuwandten, ergab die Auswertung. Bei der Beurteilung der
Attraktivität gab es jedoch Unterschiede zwischen Männern und Frauen:
Während die männlichen Probanden dabei die gleiche Bevorzugung zeigten
wie vorher, beeinflusste die Blickrichtung das Urteil der Frauen nicht.
Ein schweifender Blick, der plötzlich auf jemandem haften bleibt, zeigt
eine erhöhte Aufmerksamkeit dem Beobachteten gegenüber an, schreiben die
Forscher. In einigen Fällen – wie beim Knüpfen von Freundschaften oder
bei einer möglichen Partnersuche – ist diese Aufmerksamkeit ein
wichtiges Signal. Das korrekte Entschlüsseln und Umsetzen solcher
Signale sei daher für das tägliche Zusammenleben und das Bilden sozialer
Beziehungen unverzichtbar. Die Wissenschaftler wollen nun untersuchen,
ob auch andere Empfindungen wie Abneigung oder Wut von der Blickrichtung
beeinflusst werden.
ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel
Quelle:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/247861.html
Weitere Meldungen zum Thema
- Attraktivität -
finden Sie im
Archiv von wissenschaft.de
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| 10.01.2006 - Hirnforschung -
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/260679.html |
Was potenziellen Partnern ins Gesicht geschrieben steht
Beim Betrachten eines Gesichts spiegelt die
Aktivität im Belohnungszentrum Vorlieben bei der Partnerwahl wider
Die sexuelle Orientierung eines Menschen prägt, wie sein Gehirn auf
Gesichter reagiert. Dabei hängt besonders die Aktivität im
Belohnungszentrum davon ab, ob das Gegenüber als potenzieller Partner
angesehen wird oder nicht, haben Schweizer Forscher entdeckt. Das Gehirn
heterosexueller Männer und homosexueller Frauen wird demnach sehr viel
stärker von weiblichen als von männlichen Gesichtern stimuliert, während
es bei homosexuellen Männern und heterosexuellen Frauen genau umgekehrt
ist.
Beim Betrachten eines Gesichts herrscht im
Gehirn Hochbetrieb: Teile des Sehzentrums registrieren die Identität sowie
soziale Signale wie die Blickrichtung des Gegenübers, das für Emotionen
zuständige
limbische System verarbeitet die Mimik und Teile des Belohnungssystems
bewerten zusammen mit dem so genannten
präfrontalen Cortex die Attraktivität der Gesichtszüge. Wie das
Gesicht im Ganzen wahrgenommen wird, hängt außerdem von einer ganzen Reihe
zusätzlicher Faktoren ab, wie der Vertrautheit mit den Zügen, der
momentanen Aufmerksamkeit und der individuellen Gefühlslage. Ob auch die
sexuellen Vorlieben eines Menschen die Gesichtswahrnehmung beeinflussen,
war bislang nicht bekannt.
Um das zu testen, ließen Kranz und Ishai ihre 40 Probanden Fotos von
männlichen und weiblichen Gesichtern betrachten. Gleichzeitig beobachteten
sie die Gehirne der zwanzig heterosexuellen und zwanzig homosexuellen
Freiwilligen mithilfe der funktionellen
Magnetresonanztomografie. Bei dieser Methode wird die Durchblutung und
damit die Aktivierung verschiedener Hirnareale sichtbar gemacht.
Überraschenderweise bewerteten alle Probanden, unabhängig von ihrem
Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung, die Attraktivität der
betrachteten Gesichter etwa gleich. Auch die Aktivierungsmuster im
Sehzentrum und im limbischen System unterschieden sich nicht deutlich.
Erst im Belohnungszentrum und dem präfrontalen Cortex spiegelten sich die
sexuellen Vorlieben der Probanden wider: Hier war die Aktivierung beim
Betrachten der Gesichter des sexuell bevorzugten Geschlechts jeweils
deutlich stärker als beim Anschauen sexuell uninteressanter Gesichter.
Einem potenziellen Sexualpartner wird demnach vom Gehirn ein anderer
emotionaler Wert zugeordnet als einem ähnlich attraktiven, aber sexuell
nicht interessanten Gegenüber, schreiben die Forscher. Dabei spielt es
offenbar keine Rolle, ob mit diesem Partner das Zeugen von Nachkommen
möglich ist oder nicht – ein Befund, der vom Standpunkt der Evolution aus
betrachtet nur schwer erklärbar ist.
Felicitas Kranz und Alumit Ishai
(Universität Zürich):
Current Biology,
Bd. 16, S. 63
ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel
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