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      Die Ursprünge der Rumba gehen bis 3. Jahrhundert vor Christus zurück ins ägyptische Memphis, wo ein junger Syrakuser bereits den paarweisen Werbetanz mit Kastagnettenbegleitung beschrieb, den Tanz der Salome. Auch heute ist der Rumba-Rhythmus häufig noch ägyptischen Bauchtanz- Gesängen zugrunde gelegt.
       Der ursprüngliche, polyrhythmische "Son" der schwarzen Sklaven des karibischen Raumes entwickelte sich auf Cuba zum Habanera - Musikstil als Wurzel für Rumba, Bolero, Merengue, Mambo, Cha Cha und Salsa.1930 löste Don Azpiazu mit dem Schlager "El Manisero" ein Rumbafieber aus. Weltweit wurde dazu "Square-Rumba" getanzt  (wie Langsamer Walzer-Quadrat im Rhythmus SQQ ). Dem Sinngehalt als Hochzeitstanz entsprechend wurde er als Bolero mit pathetischem Heben und Senken nach dem 2. Weltkrieg in Europa populär. Nach 1945 hielt auch in Cuba die Jazzmusik Einzug und brachte den Mambo-Stil hervor [ Mambo heißt die Zauberin des Voodoo - Kultes, welcher auch heute noch auf der Karibik-Insel Hispañola (Haiti und Dominikanische Republik) weit verbreitet ist ! ]. Anfang der 50er entbrannte dann der "Rumba-Krieg", der über 8 Jahre dauerte und aus dem die Cuban-Rumba siegreich hervorging.  Die alte Form  wurde  noch lange als "Karrée-Rumba" unterrichtet, parallel zur heute allgemein verbreiteten cubanischen Variante, deren Grundschritt einem langsam getanzten Mambo entspricht. Dieser wurde bevorzugt in der Nord-Amerikanischen Tanzszene (Puerto Rico, New York) gefeiert.
      Die Originalchoreographie des Grundschrittes wurde zu Mambo #5 von Perez Prado kreiert und bis in die 60er Jahre begeistert jenseits des Atlantik getanzt. In Europa setzte sich die leichter zu tanzende Variante des Triple-Mambo als Cha Cha Cha durch, der von Enrique Jorrín kreiert wurde. 1957 brachten ihn Gerd und Traute Hädrich aus den USA nach Europa, wo er von den Schwarzen in den Clubs in Harlem getanzt wurde. Dort trat er sofort seinen Siegeszug an und wird heute von der Jugend gerne auf moderne Songs mit stark akzentuiertem Beat getanzt. Die Ältern lieben ihn, weil er im Gegensatz zur Rumba beim 1. Taktschlag einen Schritt hat und der Rhythmus ( 2, 3, 4 und 1 ) zur staccatohaften Musik nahezu automatisch weiterläuft. 
      Erst mit dem Film "Dirty Dancing"  trat der Mambo erneut ins Rampenlicht. Der alte (Schul-) Mambo hatte sich längst zum Salsa weiterentwickelt, durch die schneller gewordene Musik ( hot and spicy ) und durch den "Mambo-Tick" ( Kick - Aktion aus der Hüfte heraus, d.h. con Salsa ( scharfe, feurige Soße ). In Folge lösten Filme wie "Salsa" und "Lambada" sowie "Dirty Dancing 2" nachhaltige Begeisterung aus.

Yanek & Diana  (music El Diablo Colora'o)

("Casino-Stil")

-> Youtube Video 1
-> Youtube Video 2
-> Youtube Video 3

     Die heute besonders langsam praktizierte "Son"-Musik  der Rumba ist für Anfänger nicht leicht zu interpretieren, da durch die Taktverschiebung an einer Stelle eine Pause entsteht, an der die musikalische Betonung eigentlich einen "Step" verlangt (synkopisiert). Auf Cuba wird der sogenannte "Casino - Stil" getanzt, der improvisierend wie bei uns der Disco-Fox mehr Freiheiten in Bezug auf die Interpretation lässt. Bei uns bekannte und erfolgreiche Musik-Interpreten aus der Pop-Szene sind z.B. Gloria Estefan und Ricky Martin. 

      Der vom Gitarristen Ry Cooder produzierte Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders lies die originale afro-cubanische Musik mit den Altmeistern Ibrahim Ferrer, Ruben Gonzáles, Omara Portuondo u.a. wieder auferstehen und die ursprünglichen Danzón-, Guajira- und Tumbao- Rhythmen bis heute auch in Europa die Kultur-Szene bestimmen.  

 

 

  “Jetzt sind die Erben des "Buena Vista Social Club" dran: Fünf Jahre nach Wim Wenders Erfolgsfilm erlebt die kubanische Musik ein dickes Comeback. Unter der Leitung der 87-jährigen Musikerlegende Pio Leiva entsteht eine junge Band, bahnt sich die nachwachsende Generation mit neuen Ideen ihren Weg nach oben. "Música Cubana" wirft einen Blick in die frische Musikszene am Málecon.” (Blickpunkt Film)

Wim Wenders präsentiert:

Musica Cubana

   http://www.cinema-arthouse.de/Musica_Cubana/musica_cubana.html

“Musica Cubana” erzählt die Geschichte der Entdeckung der angesagtesten jungen Musiker Kubas, die sich schließlich unter der Leitung des 87-jährigen Pío Leiva, der kubanischen Musikerlegende aus dem „Buena Vista Social Club“, zu einer Band formieren. Pío Leiva und der Taxifahrer Bárbaro machen sich auf die Suche nach den besten Vertretern der modernen kubanischen Musik. Auf ihrer Reise begegnen sie einigen der beliebtesten Musikern Kubas: Mayito Rivera, dem Mick Jagger Kubas, El Nene, Sänger der Gruppe „Los Jóvenes Clásicos del Son“ und Telmary, eine unglaublich talentierte junge Rapperin mit einer Menge kubanischen Soul. Und nicht zuletzt Arlenys und Annalays von den „Chiki Chaka Girls“, die mit Ohrwurmverdächtigen Latino-Pop vertreten sind. Der Film begleitet die Künstler bei den Proben und Aufnahmen zahlreicher klassischer Titel der kubanischen Musik wie „Chan Chan“, „Fiebre de Tí“ und „Longina“, sowie bei ihren Improvisationen und ihrer Suche nach neuen Liedern und ihrem eigenen Stil. Am Schluss reisen sie zu einem großen Konzert nach Tokio, wo ihre Band „The Sons of Cuba“ aus der Taufe gehoben wird.

Deutschland 2004. Regie: German Kral. Mit: Pío Leiva, Bárbaro Marin, Luis Frank Arias, El Nene, Osdalgia u.a. 90 Min.

 

  Ein wunderschönes Road-Movie von Buenos Aires ins Innere Südamerikas, warmherzig und authentisch - produziert von ROBERT REDFORD! Nach dem vielfach prämierten Film “Central Station” nimmt uns
Regisseur WALTER SALLES nun mit auf eine Reise durch den lateinamerikanischen Kontinent. Eine Reise, die der junge ERNESTO “CHÉ” GUEVARA als junger Student 1952 unternahm.

Die Reise des jungen Che
The Motorcycle Diaries

   http://www.cinema-arthouse.de/Die_Reise_des_jungen_Che/die_reise_des_jungen_che.html

Südamerika 1952: Eigentlich wollen sich die beiden Freunde Ernesto Guevara und Alberto Granada nur einen Jugendtraum erfüllen. Die Idee, auf einem alten klapprigen Motorrad quer durch Südamerika zu reisen, strotzt nur so von jugendlichem Übermut und grenzenloser Naivität. Als gälte es das Ende der Jugend zu feiern, stürzen sich die beiden in das Abenteuer der Entdeckung ihres Kontinents, wild entschlossen, die Frauenherzen aller Länder zu erobern. Mit dürftiger Ausrüstung machen sie sich auf quer durch den Kontinent. Dabei müssen sie all ihre Intelligenz einsetzen, um die schnell verbrauchte Reisekasse zu entlasten. Sie geben sich als Ärzte auf Wissenschaftsreise aus und lassen sich einiges andere einfallen, um an ein Lager für die Nacht, eine warme Mahlzeit oder die Gunst einer Senorita zu kommen. Doch die täglichen Erfahrungen stellen ihre Träume immer mehr in Frage, was sich noch forciert, als ihr klappriges Motorrad endgültig den Geist aufgibt und die beiden zu Fuß und per Anhalter weiterreisen. Während sie nun nur langsam und beschwerlich weiterkommen, kommen sie den Menschen, die sie treffen, immer näher...
Das Wohltuende an diesem Film ist, dass er sich nicht auf politische Debatten einlässt, sondern seine Geschichte auf eine lyrische Art und Weise und voller Menschlichkeit erzählt. Ernesto ist nicht „Che“, nicht Revolutuionsführer und auch nicht voller verkorkster Ideale. Er lernt nur sein Land kennen und spürt, dass es Hilfe braucht und dass es Menschen gibt, die diese Hilfe nicht zulassen wollen. Walter Salles führt uns hier an die Wurzeln des revolutionären Denkens und kommt dabei ohne jede Gewalt oder Polit-Propaganda aus. So sind die „Motorcycle Diaries“ weder eine Che-Guevara-Biografie, noch eine Entstehungsgeschichte des lateinamerikanischen Kommunismus, sondern die Geschichte zweier Freunde, deren achtmonatige Reise ins Herz Lateinamerikas längst nicht mehr in Kilometern gemessen werden kann, sondern ihre Persönlichkeit geprägt und den Grundstein für einen lebenslangen Kampf für Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen gelegt hat.

USA/D/Arg. 2004. Regie: Walter Salles. Mit Gael García Bernal, Rodrigo de la Serna. 126 Min.

www.motorcyclediaries.net 

 

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Stand: 15. Mai 2012