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Weltkulturerbe
Contest 2011




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Die Ursprünge der Rumba gehen bis 3. Jahrhundert vor
Christus zurück ins ägyptische Memphis, wo ein junger
Syrakuser bereits den paarweisen Werbetanz mit
Kastagnettenbegleitung beschrieb, den Tanz der Salome. Auch heute ist der
Rumba-Rhythmus häufig noch ägyptischen Bauchtanz- Gesängen
zugrunde gelegt.
Der
ursprüngliche, polyrhythmische "Son" der
schwarzen Sklaven des karibischen Raumes entwickelte sich auf
Cuba zum Habanera - Musikstil als Wurzel für Rumba, Bolero,
Merengue, Mambo, Cha Cha und Salsa.1930
löste Don Azpiazu mit dem Schlager "El Manisero" ein
Rumbafieber aus. Weltweit wurde dazu "Square-Rumba"
getanzt (wie Langsamer Walzer-Quadrat im Rhythmus SQQ ). Dem
Sinngehalt als Hochzeitstanz entsprechend wurde er als Bolero
mit pathetischem Heben und Senken nach dem 2. Weltkrieg in
Europa populär. Nach 1945 hielt auch in Cuba die Jazzmusik
Einzug und brachte den Mambo-Stil
hervor [ Mambo heißt die Zauberin des Voodoo - Kultes, welcher
auch heute noch auf der Karibik-Insel Hispañola (Haiti und
Dominikanische Republik) weit verbreitet ist ! ]. Anfang der
50er entbrannte dann der "Rumba-Krieg", der über 8
Jahre dauerte und aus dem die Cuban-Rumba siegreich
hervorging. Die
alte Form wurde noch lange als "Karrée-Rumba"
unterrichtet, parallel zur heute allgemein verbreiteten cubanischen
Variante, deren Grundschritt einem langsam getanzten Mambo
entspricht. Dieser wurde bevorzugt in
der Nord-Amerikanischen Tanzszene (Puerto Rico, New York)
gefeiert.
Die Originalchoreographie des
Grundschrittes wurde zu Mambo #5 von Perez Prado kreiert und bis
in die 60er Jahre begeistert jenseits des Atlantik getanzt. In
Europa setzte sich die leichter zu tanzende Variante des Triple-Mambo
als Cha Cha Cha durch, der von Enrique Jorrín kreiert wurde.
1957 brachten ihn Gerd und Traute Hädrich aus den USA nach
Europa, wo er von den Schwarzen in den Clubs in Harlem getanzt
wurde. Dort trat er sofort seinen Siegeszug an und wird
heute von der Jugend gerne auf moderne Songs mit stark
akzentuiertem Beat getanzt. Die Ältern lieben ihn, weil er im
Gegensatz zur Rumba beim 1. Taktschlag einen Schritt hat und der
Rhythmus ( 2, 3, 4 und 1 ) zur staccatohaften Musik nahezu
automatisch weiterläuft.
Erst mit dem Film "Dirty
Dancing" trat der Mambo erneut ins Rampenlicht. Der
alte (Schul-) Mambo hatte sich längst zum Salsa
weiterentwickelt, durch die schneller gewordene Musik ( hot and
spicy ) und durch den "Mambo-Tick" ( Kick - Aktion aus
der Hüfte heraus, d.h. con Salsa ( scharfe, feurige Soße ). In
Folge lösten Filme wie "Salsa" und "Lambada"
sowie "Dirty Dancing 2" nachhaltige Begeisterung aus.
Yanek & Diana (music El
Diablo Colora'o)
("Casino-Stil")
->
Youtube Video 1
->
Youtube Video 2
->
Youtube Video 3
Die heute besonders langsam
praktizierte "Son"-Musik der Rumba ist für
Anfänger nicht leicht zu interpretieren, da durch die
Taktverschiebung an einer Stelle eine Pause entsteht, an der die
musikalische Betonung eigentlich einen "Step" verlangt
(synkopisiert). Auf Cuba wird der
sogenannte "Casino - Stil" getanzt, der improvisierend
wie bei uns der Disco-Fox mehr
Freiheiten in Bezug auf die Interpretation lässt. Bei uns
bekannte und erfolgreiche Musik-Interpreten aus der Pop-Szene
sind z.B. Gloria Estefan und Ricky Martin.
Der vom Gitarristen Ry Cooder
produzierte Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders lies die
originale afro-cubanische Musik mit den Altmeistern Ibrahim
Ferrer, Ruben Gonzáles, Omara Portuondo u.a. wieder auferstehen
und die ursprünglichen Danzón-, Guajira- und Tumbao-
Rhythmen bis heute auch in Europa die Kultur-Szene
bestimmen.
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“Jetzt sind die Erben des "Buena Vista Social Club" dran: Fünf
Jahre nach Wim Wenders Erfolgsfilm erlebt die kubanische Musik ein
dickes Comeback. Unter der Leitung der 87-jährigen Musikerlegende Pio
Leiva entsteht eine junge Band, bahnt sich die nachwachsende
Generation mit neuen Ideen ihren Weg nach oben. "Música Cubana" wirft
einen Blick in die frische Musikszene am Málecon.” (Blickpunkt Film)
Wim Wenders präsentiert:
Musica Cubana |
http://www.cinema-arthouse.de/Musica_Cubana/musica_cubana.html |
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“Musica Cubana” erzählt die Geschichte der Entdeckung der angesagtesten
jungen Musiker Kubas, die sich schließlich unter der Leitung des
87-jährigen Pío Leiva, der kubanischen Musikerlegende aus dem „Buena Vista
Social Club“, zu einer Band formieren. Pío Leiva und der Taxifahrer
Bárbaro machen sich auf die Suche nach den besten Vertretern der modernen
kubanischen Musik. Auf ihrer Reise begegnen sie einigen der beliebtesten
Musikern Kubas: Mayito Rivera, dem Mick Jagger Kubas, El Nene, Sänger der
Gruppe „Los Jóvenes Clásicos del Son“ und Telmary, eine unglaublich
talentierte junge Rapperin mit einer Menge kubanischen Soul. Und nicht
zuletzt Arlenys und Annalays von den „Chiki Chaka Girls“, die mit
Ohrwurmverdächtigen Latino-Pop vertreten sind. Der Film begleitet die
Künstler bei den Proben und Aufnahmen zahlreicher klassischer Titel der
kubanischen Musik wie „Chan Chan“, „Fiebre de Tí“ und „Longina“, sowie bei
ihren Improvisationen und ihrer Suche nach neuen Liedern und ihrem eigenen
Stil. Am Schluss reisen sie zu einem großen Konzert nach Tokio, wo ihre
Band „The Sons of Cuba“ aus der Taufe gehoben wird.
Deutschland 2004. Regie: German Kral. Mit: Pío Leiva, Bárbaro Marin,
Luis Frank Arias, El Nene, Osdalgia u.a. 90 Min. |
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Ein wunderschönes Road-Movie von Buenos Aires ins Innere
Südamerikas, warmherzig und authentisch - produziert von ROBERT
REDFORD! Nach dem vielfach prämierten Film “Central Station” nimmt uns
Regisseur WALTER SALLES nun mit auf eine Reise durch den
lateinamerikanischen Kontinent. Eine Reise, die der junge ERNESTO
“CHÉ” GUEVARA als junger Student 1952 unternahm.
Die Reise des jungen Che
The Motorcycle Diaries |
http://www.cinema-arthouse.de/Die_Reise_des_jungen_Che/die_reise_des_jungen_che.html
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Südamerika 1952: Eigentlich wollen sich die beiden Freunde Ernesto Guevara
und Alberto Granada nur einen Jugendtraum erfüllen. Die Idee, auf einem
alten klapprigen Motorrad quer durch Südamerika zu reisen, strotzt nur so
von jugendlichem Übermut und grenzenloser Naivität. Als gälte es das Ende
der Jugend zu feiern, stürzen sich die beiden in das Abenteuer der
Entdeckung ihres Kontinents, wild entschlossen, die Frauenherzen aller
Länder zu erobern. Mit dürftiger Ausrüstung machen sie sich auf quer durch
den Kontinent. Dabei müssen sie all ihre Intelligenz einsetzen, um die
schnell verbrauchte Reisekasse zu entlasten. Sie geben sich als Ärzte auf
Wissenschaftsreise aus und lassen sich einiges andere einfallen, um an ein
Lager für die Nacht, eine warme Mahlzeit oder die Gunst einer Senorita zu
kommen. Doch die täglichen Erfahrungen stellen ihre Träume immer mehr in
Frage, was sich noch forciert, als ihr klappriges Motorrad endgültig den
Geist aufgibt und die beiden zu Fuß und per Anhalter weiterreisen. Während
sie nun nur langsam und beschwerlich weiterkommen, kommen sie den
Menschen, die sie treffen, immer näher...
Das Wohltuende an diesem Film ist, dass er sich nicht auf politische
Debatten einlässt, sondern seine Geschichte auf eine lyrische Art und
Weise und voller Menschlichkeit erzählt. Ernesto ist nicht „Che“, nicht
Revolutuionsführer und auch nicht voller verkorkster Ideale. Er lernt nur
sein Land kennen und spürt, dass es Hilfe braucht und dass es Menschen
gibt, die diese Hilfe nicht zulassen wollen. Walter Salles führt uns hier
an die Wurzeln des revolutionären Denkens und kommt dabei ohne jede Gewalt
oder Polit-Propaganda aus. So sind die „Motorcycle Diaries“ weder eine
Che-Guevara-Biografie, noch eine Entstehungsgeschichte des
lateinamerikanischen Kommunismus, sondern die Geschichte zweier Freunde,
deren achtmonatige Reise ins Herz Lateinamerikas längst nicht mehr in
Kilometern gemessen werden kann, sondern ihre Persönlichkeit geprägt und
den Grundstein für einen lebenslangen Kampf für Gerechtigkeit und bessere
Lebensbedingungen gelegt hat.
USA/D/Arg. 2004. Regie: Walter Salles. Mit Gael García Bernal, Rodrigo
de la Serna. 126 Min.
www.motorcyclediaries.net
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